Leo's BoardLeo's Board
🧾 Klassenfahrt, Brille, Zahnspange

Kosten teilen als getrennte Eltern

Neben dem Alltag fallen einzelne größere Ausgaben für das Kind an, die getrennte Eltern meist nach Absprache teilen. Diese Seite zeigt, wonach Eltern üblicherweise aufteilen – und woran es in der Praxis scheitert, sobald sich beide ein halbes Jahr später erinnern müssen, was eigentlich vereinbart war.

⚡ Demo ohne Anmeldung · 🔒 Kindansicht read-only · Registrierung nur für die Elternplanung

Wonach teilen Eltern die Kosten?

Für einzelne größere Ausgaben – Mehr- und Sonderbedarf, wie es im Familienrecht heißt – gibt es keine allgemein richtige Aufteilung. Drei Wege sind verbreitet, und jeder setzt etwas anderes voraus.

Hälftig

Die verbreitetste Absprache, weil sie am wenigsten voraussetzt: Niemand muss sein Einkommen offenlegen, und es ist nichts nachzurechnen, wenn sich bei einem von beiden etwas ändert. Sie fühlt sich für die eine Seite unfair an, sobald die Einkommen weit auseinanderliegen.

Nach dem Verhältnis der Einkommen

Wer mehr verdient, trägt einen größeren Anteil. Das setzt voraus, dass beide Seiten ihre Einkommen offenlegen – und dass die Aufteilung angepasst wird, wenn sich daran etwas ändert.

Nach dem Betreuungsanteil

Wer das Kind mehr Nächte im Jahr betreut, trägt im Alltag ohnehin mehr: Essen, Fahrten, Kleidung. Manche Eltern rechnen das gegen die größeren Ausgaben, andere halten die beiden Größen bewusst auseinander.

Welche Aufteilung für euch richtig ist, entscheidet ihr – oder im Streitfall ein Gericht. Nicht diese App. Und aus dem Betreuungsanteil folgt kein Kostenschlüssel: Wie viele Nächte das Kind bei wem verbringt und wer welchen Anteil einer Rechnung trägt, sind zwei unabhängige Zahlen. Leo's Board zeigt beide nebeneinander, leitet aber nie die eine aus der anderen ab.

Woran es in der Praxis scheitert

Nicht an der Prozentzahl. Sondern daran, dass eine Absprache zwischen zwei Haushalten über Monate hinweg zwei verschiedene Absprachen wird.

  • Die Absprache war mündlich. Beide erinnern sich an etwas anderes, und beide erinnern sich ehrlich.
  • Der Beleg liegt irgendwo in einem Chatverlauf zwischen zweihundert anderen Nachrichten.
  • Niemand weiß mehr, welche Ausgaben schon ausgeglichen wurden und welche noch offen sind.
  • Eine Ausgabe war strittig, wurde nie geklärt – und kommt ein Jahr später wieder auf den Tisch.

Keines dieser Probleme löst eine schönere Tabelle. Was hilft, ist eine Aufzeichnung, der beide Seiten ausdrücklich zugestimmt haben – und die Möglichkeit, eine Ausgabe abzulehnen, ohne dass sie stillschweigend verschwindet.

Wie es mit Leo's Board läuft

  1. Kostenschlüssel vereinbaren

    Einer schlägt vor, wer welchen Anteil trägt, der andere bestätigt. Ohne Vereinbarung gilt hälftig. Der Schlüssel wirkt nie rückwirkend.

  2. Ausgabe erfassen

    Wer bezahlt hat, trägt sie ein: Betrag, Datum, Bezeichnung. Man erfasst nur eigene Ausgaben, nie die des anderen – das erspart die ganze Klasse an Streit darüber, wer eine fremde Ausgabe eingetragen hat.

  3. Der andere bestätigt

    Erst dann zählt die Ausgabe. Wird sie abgelehnt, bleibt sie sichtbar abgelehnt stehen und fließt nie in den Saldo ein. Entschieden wird sie nicht: Es gibt hier bewusst keinen Schiedsrichter.

  4. Saldo ablesen

    Der Saldo rechnet ausschließlich über Bestätigtes. Wurde ausgeglichen, vermerkt das einer von beiden und der andere bestätigt den Vermerk.

Ein Beispiel: Die Klassenfahrt kostet 240 €, vereinbart ist ein Schlüssel von 50/50. Mama hat bezahlt und trägt 120 €, Papa trägt 120 € – im Saldo sichtbar, sobald Papa die Ausgabe bestätigt hat. Der Schlüssel ist dabei frei vereinbart: 50/50 ist keine Vorgabe, sondern nur der Wert, den Leo's Board annimmt, solange ihr nichts anderes verabredet habt.

Kostenschlüssel, Ausgaben, Ausgleichsvermerke und der Saldo sind kostenlos. Belege an eine Ausgabe zu hängen und einen Kostennachweis als Dokument zu erzeugen, gehört zu Premium – gesicherte Nachweise lesen und herunterladen bleibt dagegen immer frei, auch später.

  • Nur beidseitig Bestätigtes zählt
  • Belege Ende-zu-Ende-verschlüsselt
  • Server in Deutschland

Wo Leo's Board aufhört

Was fehlt, ist so wichtig wie das, was da ist – und in diesem Bereich meistens wichtiger.

  • Kein Unterhalt und keine Unterhaltsberechnung – keine Düsseldorfer Tabelle, kein Selbstbehalt.
  • Keine Einkommensangaben. Leo's Board fragt sie nicht ab und speichert sie nicht.
  • Kein Geldfluss. Es gibt kein Feld für eine Bankverbindung und keinen Zahlungslink; vermerkt wird nur, dass ausgeglichen wurde.
  • Keine Belegerkennung. Ein Beleg ist ein Foto, das ihr anhängt – daraus wird nichts ausgelesen.
  • Kein Schiedsrichter und keine Moderation. Eine strittige Ausgabe bleibt strittig, statt entschieden zu werden.

Diese Seite ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung. Wenn ihr über die Aufteilung nicht einig werdet oder es um Unterhalt geht, helfen eine Beratungsstelle, das Jugendamt oder eine Anwältin für Familienrecht weiter.

Häufige Fragen zum Teilen der Kosten

Sieh dir an, wie das Kind es sieht

Die Demo zeigt ein fertig geplantes Jahr aus der Sicht des Kindes – Beträge kommen darin nicht vor.

  • Kindansicht ohne Login
  • Elternplanung getrennt
  • Beide Haushalte synchron

Zuletzt aktualisiert: 31. August 2026